Linz
01.03.2020

Kurzandacht der Woche

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[20/10] Mein Leben liegt in der Hand Gottes - und dort ist es aufs Beste aufgehoben …

„Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon“. (Psalm 90,10)

Längstens dann, wenn sich unser Leben dem absehbaren Ende zuneigt, ziehen wir Lebensbilanz: Ist mein Leben so verlaufen, wie ich es mir einmal in meiner Jugend erträumt habe - oder haben sich große Lebensträume nicht erfüllt, sind sie in Ansätzen stecken geblieben oder wie Nebel zergangen oder von historischen Katastrophen zertrümmert oder von Lebenseinbrüchen zerstört worden - und das Leben ist ganz anders verlaufen? Und jetzt erst im Alter werden die zerflossenen Lebensträume groß und quälend? Melancholie und Enttäuschung fallen wie Regenwolken in unser Leben herein. Was sollen wir positiv an einem ganz anders verlaufenen Leben sehen? Sollte es doch recht geworden sein - und gar nicht so verquer?

Warum quälen wir uns? Wieder einmal machen wir die Lebensrechnung ohne Gott. Wir lesen in der Bibel über ein von uns rational gar nicht nachvollziehbares Wesensmerkmal Gottes: Er ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, ohne Anfang und ohne Ende, immer schon und jeden Augenblick da, Gott ist der ewig Seiende. Das hat aber auch für unsere Lebensplanung und unseren Lebensentwurf, für alle unsere Lebensträume und Hoffnungen eine ganz reale Bedeutung: Unser Leben liegt in der  Hand Gottes. Dort ist es aufs Beste aufgehoben. Gott ist mit uns gegangen und hat in unser Leben immer wieder einmal eingegriffen und aus manchem unserer Fehler und  mancher Fehlentscheidung letzten Endes doch wieder Segen gestiftet – eine Spezialität Gottes! Mit mehr Vertrauen zu Gott hätten wir’s allerdings leichter gehabt: Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen“ (Psalm 37,5).  Führt Gott aber einmal ganz anders, befremdend anders und für uns so gar nicht nachvollziehbar, so wissen wir doch, dass Gott keine Fehler macht. Dann ist unser reserveloses Vertrauen zu Gott gefragt. Gott macht’s doch allewege recht!  [MH]

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