Linz
09.02.2020

Kurzandacht der Woche

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[20/07] Ein authentisches Christenleben …

„Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.“ (Matthäus 5,15)

Das Leuchten des Evangeliums muss das tägliche Leben des Christen erfüllen, nicht nur das feiertägliche, gottesdienstliche Leben.

Jesus macht in diesem Text mit dem Bild des Leuchters unter einem Scheffel die Widersinnigkeit eines Christenlebens deutlich, dem die weit hinausreichende Strahlkraft des Evangeliums fehlt.

Verkündigung des Evangeliums ist vor allem ein rechter Lebensvollzug: Reden werden viele, glaubwürdig leben schon viel weniger.

Das Bild macht’s auch deutlich: Das Licht, das Leuchten des gelebten Evangeliums sehen Menschen weithin als rettendes Leuchtfeuer und als Orientierung.

In der Verkündigung des Evangeliums verzichtet der Himmel weder auf die Stimme noch auf das gelebte Zeugnis des Christen. Es geht um die Wirksamkeit des Zeugnisses – lebenswahr, gewinnende und unaufdringlich.

Der Heilige Geist mit seinem göttlichen Feuer muss Verkündiger und Hörer durchglühen. Dabei ist selbst bei noch so kunstvoller, wohlkonstruierter Rede die durch Leben und Werk erzielte Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des Glaubenden unverzichtbar.

Reden und leuchten, rufen und strahlen soll der Christ! Das erst wirft dem Nächsten ein Feuer ins Herz.

So sehr liegt Gott das Heil des Menschen am Herzen, dass er diese Kraft des Himmels in Bewegung versetzt.

Ohne diesen Brand ist alle Kunstfertigkeit in der Verkündigung des Evangeliums umsonst.  [MH]

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