Linz
13.10.2019

Kurzandacht der Woche

Bild zum Weblog

[19/42] Gott möchte, dass ich den Menschen, mit denen ich im Alltag zu tun habe, ein Segen bin …

„Wenn ich zu euch komme, werde ich euch die ganze Fülle des Segens mitbringen, den Christus schenkt“ (Brief des Apostels Paulus an die Römer 15,29)

Die Glaubenden sind berufen, den Segen Gottes mitzubringen, wohin sie auch immer kommen. Sie sind berufen, ein Segen zu sein: Einfühlsam die Bedürfnisse und Sehnsüchte im Nächsten aufzuspüren, seine Nöte herauszufinden und dann im Auftrag Christi zum Segen zu werden für den Nächsten:  

Gott segnet in seiner Liebe, dabei benützt er den Glaubenden, der sich von Christus in seinen Dienst stellen lässt. Gott könnte es ja auch auf übernatürliche Weise tun – und tut es ja auch zuweilen. Aber in der Regel benützt Gott die Seinen, um für andere seinen Segen weiterzugeben. Warum denn so „umständlich“, wo es doch übernatürlich viel leichter und schneller ginge? Nun, zum Segen zu werden für Andere ist gleichzeitig auch ein Wirken Gottes an dem, durch den Er segnet: Die Freude, das dankbare Leuchten in den Augen eines gesegneten Menschen, die tiefe Befriedigung eines Christen, der sich als Hände und Füße des Gekreuzigten von Gott gebrauchen lässt und die Erfahrung mit dem allmächtigen Gott sind etwas Besonderes, Beglückendes. Wenn wir einander zusprechen: „Gott segne dich!“, dann sollte das nicht zu einer leeren Formel verkommen und zur Worthülse werden. Dieser fromme Wunsch „Gott segne dich!“ sollte im Leben eines Christen bedeuten: „Gott segne dich durch mich! Ich will mich Gott zur Verfügung stellen und dir gern dienen, wie immer du mich brauchst!“  [MH]

zur Artikelübersicht 2019