Linz
06.10.2019

Kurzandacht der Woche

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[19/41] Was Jesus in seiner Bergpredigt mit „arm sein vor Gott“ meinte, wird oft missverstanden …

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“
(Matthäus-Evangelium Kapitel 5, Vers 3, Einheitsübersetzung)

Es ist ein oft missverstandenes Wort, das Jesus seinen Zuhörern in der Bergpredigt sagte. Was Jesus hier seligpreist, sind die, die sich arm wissen vor Gott, die als „Bettler“ um Frieden, Gnade, Freude, Hoffnung und Glauben zu Gott kommen. Sie preist Jesus selig, weil sie im Bewusstsein ihres Mangels Jesus vertrauen und etwas von diesen geistlichen Gütern beschenkt bekommen. Keiner braucht Mangel zu leiden an diesen geistlichen Schätzen – was Not tut, ist, zu Jesus zu kommen und zu bitten als Bettler um geistliche Güter. Das genügt. Christ-Sein ist keine Leistungsreligion, sondern eine Gnadenreligion! Die, „die arm sind vor Gott“, haben eines vielen anderen voraus: Sie haben gelernt, sich vertrauensvoll in die Hand Gottes fallen zu lassen, sich als „Bettler“ vor Gott in aller Einfachheit und Demut die Seligkeit, die Gnade und alle Hoffnung schenken zu lassen. Und damit wirklich glücklich zu sein.  [MH]

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