Linz
29.09.2019

Kurzandacht der Woche

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[19/40] Gott erwartet vom Sünder Bekenntnis seiner Sünde, Bitte um Vergebung, Sinnesänderung ...

Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer“ (Sprüche 21,3)

Dem Gläubigen in alttestamentlicher Zeit war nicht freigestellt, nach Belieben den Opferdienst durch frommes Handeln zu ersetzen. Die Opfer, die Gott in unserem Bibeltext scheinbar zur Disposition stellt, waren recht und von Gott in alttestamentlicher Zeit als Hinweis auf das Kreuzesopfer Jesu Christi geboten. Aber als Ersatz für rechtschaffenes Handeln sollten sie nach dem Gesetz nicht verstanden werden. Was der Text den Israeliten hier also ans Herz band, war der hohe Wert rechtschaffenen Handelns  u n d  das Darbringen von Opfern als Anerkennung der vergebenden Gnade Gottes für die Sünden der Menschen.

Der Mensch, auch der fromme, neigt dazu, Gott als Sühne für begangene Sünden Gegenleistungen in Form von Gebeten, Kasteiungen und guten Werke anzubieten (nicht zu verwechseln mit Wiedergutmachung von angerichtetem Schaden, die Gott sehr wohl vom reuigen Sünder erwartet).

Der Text in Sprüche 21,3 will uns zeigen, dass es nicht gilt, anstelle von Sinnesänderung und reumütiger Bitte um Vergebung Gott einen Deal anzubieten: Opfer, Gebete und gute Werke als Abarbeitung von Schuld. Wir können bei Gott die Vergebung unserer Sünden nicht verdienen. Gott erwartet vom Sünder Bekenntnis seiner Sünde, Bitte um Vergebung, Sinnesänderung und die Annahme des stellvertretenden Opfer Jesu Christi. Bei der Vergebung unserer Sünden sind wir allein auf die Gnade Gottes verwiesen!  [MH]

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