Linz
22.09.2019

Kurzandacht der Woche

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[19/39] Einem Gesamtkunstwerk Gottes begegnen ...

Da formte Gott, der HERR, den Menschen, Staub vom Erdboden, und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen“ (1.Mose 2,7; Einheitsübersetzung)

Da lag eines sehr frühen Tages in der Menschheitsgeschichte ein Stück gute Erde vor Gott. Der formte daraus die Gestalt eines Menschen und blies dieser Erde den Lebensodem ein – und es wurde ein lebendiges Wesen daraus, ein Gesamtkunstwerk Gottes.

Nun begegnen Ihnen Tag für Tag solche Geschöpfe Gottes, Ihre Schwestern und Brüder von Adam und Eva her. Und als Gesamtkunstwerke Gottes! Zugegeben, manche dieser Kunstwerke sind ein wenig ramponiert, manche sogar ziemlich, aber immer noch Gesamtkunstwerke Gottes. Und wie bei Kunstwerken im Allgemeinen: Man muss sich in sie „einlesen“, um sie als Nächste zu begreifen – mehr oder weniger mühsam. Aber es lohnt sich.

Ein Mann bat eines Morgens Gott: „Lieber Gott, bitte stelle mir heute einen Menschen in den Weg, dem ich brüderlich begegnen soll!“ Und dann ging er in den frühen Tag hinein. Da kam ihm an der Straßenbahnhaltestelle ein Mann in einem nicht mehr ganz taufrischen Outfit und in einem schlangenförmigen Lebensweg und einer beträchtlichen Alkoholfahne entgegen – und schließlich unausweichlich und direkt auf den frommen Mann zu. Dieser, voll gewesener guter Vorsätze, hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: „Lieber Gott, doch nicht  d e r !“ Stimme von oben: „Doch, gerade  d e r !“  [HM]

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