Linz
25.08.2019

Kurzandacht der Woche

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[19/35] Was Gott uns nehmen möchte, ist der Sorgengeist ...

„Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht“. (Matthäus-Evangelium 6,28)

Das ist kein Hängemattenchristentum. Hier gebietet uns Gott nicht, unser ganzes Können, unsere Fertigkeiten, unsere vom Schöpfer geschenkte Schaffenskraft auf eine Liege zu wuchten (am besten noch die Bibel unter den Kopfpolster) und in der Hoffnung zu leben: „Gott wird’s schon richten – ohne mein Zutun und Schaffen!“

Der allmächtige Gott hat uns aufs Beste ausgerüstet für ein schöpferisches Leben und ist bereit, mit uns zusammenzuarbeiten. Der Schöpfer hat den Menschen ausgestattet mit Denkfähigkeit, mit Willensfähigkeit, mit Kreativität und moralischem Unterscheidungs- und Entscheidungspotenzial und mit einer über die Innerweltlichkeit hinausreichenden Orientierung auf Gott hin. Was Gott uns dabei nehmen möchte, ist der Sorgengeist, der Gott zwar viel, aber nicht alles zutraut. Der Mensch ist berufen, in hohem Maß schöpferisch zu wirken und Erstaunliches hervorzubringen – und in heiliger Gelassenheit zu leben. Da Gott seine Geschöpfe liebt, segnet er sie beim Schöpferisch-Sein!  [HM]

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