Linz
09.12.2020

Kurzandacht der Woche

Bild zum Weblog

[20/50] Gott macht keine halben Sachen: „durch und durch“ …

Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus“ (1.Thessalonicher 5,23).

Wie hat mich Gott als sein Geschöpf gemeint? Gesund, froh an Leib, Seele und Geist, glücklich, in liebevoller Hinwendung zu Gott und zum Nächsten, friedvoll, versöhnlich, barmherzig, als Bild Gottes und gehorsam. Und nun laufe ich mit einem Rucksack voll Defiziten durchs Leben, bemühe mich mithilfe mancherlei Methoden, Lebensstrategien und Seminaren ein besserer Mensch zu werden.

Im obigen Text zeigt nun die Bibel eine Hilfe auf zur Zurüstung und als ein biblisches Konzept zur Persönlichkeitsentfaltung: Gott will den Menschen von Grund auf erneuern, sein Denken neu ausrichten, seinen Glauben festigen, seine Lebensperspektiven neu ordnen und seinen ganzen Lebensentwurf auf neue Beine stellen. Der Mensch soll neu in Gott verankert werden und ein neues Leben leben, so ganz nach dem Wohlgefallen Gottes.

Die Bibel beschreibt das so: „Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch“.

Das ist eine Therapie, die Erfolg verspricht, denn wenn Gott die Sache in die Hand nimmt, führt er sie aufs Beste hinaus. Dabei macht Gott keine halben Sachen: „durch und durch“ soll das vom Himmel her geschehen. Wie ein Tischler, der ein Vollholzmöbel herstellt und nicht nur furniert! „Durch und durch“. So will Gott den Menschen, der sich ihm anvertraut, neu machen – durch und durch! Der Mensch kann nur mit menschlichen Mitteln an die Sache herangehen, und halt eben auch mit all seiner Unzulänglichkeit. Aber Gott bricht mit göttlichen Mitteln der Allmacht in unser ramponiertes Leben herein. Aber dazu muss ich Gott das Werkstück – mein Leben – ausliefern: „Herr, hier bin ich mit allem, was ich habe und nicht habe, hier bin ich mit all meinen Defiziten, mit meinem Versagen und meinen Schwächen! Mach du alles an mir und in mir neu. Und ich will leben, wie du mich haben willst und mich zurechtbringst. Ich möchte dir so gern gefallen!“  [MH]

zur Artikelübersicht 2020