Linz
28.06.2020

Kurzandacht der Woche

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[20/27] „Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren!“ – Ein Zitat aus den Zehn Geboten, doch wie ist das zu verstehen? …

Dann redete Gott. Er sprach: »Ich bin der HERR, dein Gott; ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren!« (2. Mose 20, 1-3 – Hoffnung für Alle)

Hat dieser Text für uns heute noch eine Bedeutung?

Die Zeiten, als das Volk Israel andere Götter angebetet hat, sind doch schon lange vorbei. Als praktizierende Christen gehen wir regelmäßig in unsere Kirchen und Gemeinden, da kommen doch in keiner Weise andere Götter vor. Doch ist das wirklich so? Wer könnte denn ein anderer Gott sein? Ist ein anderer Gott etwas, das meine Gedanken mehr fesselt als das Studium der Heiligen Schrift? Vielleicht mein Auto, mein Fußballverein, meine neue Garderobe, oder das Haus, die Kinder, Enkelkinder?

Ich denke, die Forderung Gottes nach einer ungeteilten Anbetung geht noch viel tiefer. Dazu ist mir ein Text eines Bibelkommentars in die Hände gefallen:

"Der Bericht von König Ahasjas Sünde und Strafe enthält eine Warnung, die niemand ungestraft übersehen kann. Obwohl wir keine heidnischen Götter verehren, beten doch Tausende genau so an Satans Altar wie der König Israels. Derselbe Geist heidnischen Götzendienstes herrscht heute, obwohl er unter dem Einfluss von Wissenschaft und Bildung eine feinere und anziehendere Form angenommen hat."  (Schatzkammer der Zeugnisse Band 2, Kap. 8 Seite 41 Abschn. 3 – E. G. White)

Eigentlich geht es darum, wem wir in erster Linie vertrauen. Wie steht es um unseren Glauben, wenn das Wort der Wissenschaft im Widerspruch zu der Heiligen Schrift steht? Ist da nicht so mancher aufrechte Christ geneigt, einen Kompromiss zu finden?

Ich erinnere mich an eine Diskussion, die wir einmal in unserer lokalen Ortsgemeinde geführt haben. Es ging darum, ob ein Schöpfungstag wirklich aus 24 Stunden bestanden hat, oder ob nicht doch die Wissenschaft recht hat, die von einer mehrere Millionen Jahre dauernden Entwicklung ausgeht? Dabei definiert doch Gott deutlich: Aus Abend und Morgen wurde ein neuer Tag (1. Mose 1, ff)

Worauf basiert eigentlich seriöse Wissenschaft? Sie muss drei Bedingungen erfüllen: Eine wissenschaftliche These muss 1. erklärbar, 2. Beweisbar und 3. nachprüfbar sein. Erst dann spricht man von wissenschaftlicher Erkenntnis. Ist dies nicht gegeben, bleibt die Aussage bloß Hypothese, auch wenn sie uns als noch so „wissenschaftlich gesichert“ verkauft wird.

Wer kennt nicht die treffende Aussage eines bekannten deutschen Arztes und Kabarettisten „Wissenschaft ist der aktuelle Stand des Irrtums“? In unserer Welt erweitert sich ständig das Wissen. So manche „wissenschaftliche Erkenntnis“ von heute erlebt das Morgen nicht, viele Erkenntnisse von gestern sind heute bereits revidiert.

Doch Gottes Wort bleibt unveränderlich. Ich glaube an einen großen Gott!  [HgH]

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