Linz

Social Media Daten

Verlust direkter sozialer Kontakte

Gott hat den Menschen zur Gemeinschaft erschaffen.

Gemeinschaft ist für uns Menschen ein so wesentliches Bedürfnis, dass sie sogar als Grundrecht im „internationalen Menschenrechtübereinkommen” verankert ist. Wird sie zwangsweise eingeschränkt, suchen wir diesen Verlust, so weit wie möglich, durch Ersatzlösungen zu kompensieren. Im Gegensatz zur Zeit vor der Industrialisierung, wo Informationen höchstenfalls in schriftlicher Form übermittelt werden konnten (z.B. Briefe durch Boten), bieten uns moderne, hochentwickelte Informationstechnologien, einer realen Begegnung wesentlich näherliegendere Möglichkeiten.

Vom Telefon (Handy) bis zu audio-visuellen „virtuellen Begegnungsräumen” mit einer mehr oder weniger großen Teilnehmergruppe via Internet.

Virtuelle Räume & Nutzerdatenrechte

Rasant ansteigende Beliebtheit

Virtuelle Treffen via Internet — mittels audio- und audiovisuell-basierte soziale Medien wie „Skype” oder „Zoom-Meeting” und dergleichen — erfreuen sich (sowohl Nutzer wie auch Entwickler/Anbieter/Betreiber) in Zeiten verordneter Versammlungsverbote und drastisch einzuschränkender direkter Sozialkontakte (Ausnahmezustand), einer  rasant ansteigenden Beliebtheit.

Umso mehr versetzte dieser Trend — genährt durch die daraus erfolgten Metamorphosen vom Arbeitzplatz zum „Home-Office” (Büroarbeit von zuhause aus) oder der Schule zum „Distant-Learning” (Fernunterricht) — dem Profit der Entwickler und Anbieter dieser neuentdeckten Plattformen,  innerhalb kürzester Zeit einen Höhenflug von noch nie gehabtem Ausmaß. Eine Art „Win-Win” Situation!?

Funktioniert sogar mit Hardware, DIE nicht mehr dem neuesten Stand entspricht !

Das Faszinierende an diesen aufstrebenden Alternativen ist, dass deren Anforderung an Bandbreite (Datengeschwindigkeit) seitens der beitretenden Teilnehmer relativ gering ist. Man benötigt also keine außerordentlich schnelle (highspeed) Internetanbindung, sofern man nicht selber der Hauptredner ist (jener stellt den größeren und vor allem wichtigsten Anteil an Audio-, Bild- und Videodaten — also Datenstrom oder engl. einfach nur „Stream” — als „upload” zur Verfügung). Selbst bei Zustandekommen einer größeren Gruppe beigetretener Teilnehmer (wobei insgesamt auch größere Datenmengen bewältigt werden müssen) funktioniet es immer noch erstaunlich gut (kaum vermehrtes Vorkommen von stockend bewegten Bildern).

TECHNIScher Hintergrund sorgt für möglichst reibungslosen Betrieb

Möglich macht dies das technisch dahinterstehende Konzept. So laufen vorerst sämtliche Daten der einzelnen Teilnehmer zum Server (Daten-Cloud: leistungsstarke Computeranlage des Betreibers, Standort oftmals in den USA) mit Highspeed Internetanbindung. Man kann davon ausgehen, dass immer auch das von der Webcam und dem Mikrofon  erfasste Bild und Audiosignal mitgesandt werden — auch dann, wenn diese bei den entsprechenden Übertragungs-Optionen der Software ausgeschaltet sind/wurden.

So läuft sämtliche Kommunikation, auch die zwischen einzelnen Mitgliedern, zuenächst über die leistungsstarken Server des Software Anbieters, wird dort zwischengespeichert, entsprechend aufbereitet, um dann in Echtzeit (nahezu gleichzeitig) wieder den einzelnen Kommunikations-Teilnehmern zugewiesen werden zu können...

Was geschieht mit den vom Anbieter zwischen-gespeicherten Daten nach beendeteR Teilnahme?

Datenschutz wird heute so groß geschrieben wie nie zuvor, und dennoch war die Transparenz jedes einzelnen Menschen noch nie so hoch wie heute (gläserner Mensch) — ein gern verschwiegener Widerspruch!

All diese begehrten „Social Media Apps” verweisen auch auf den von deren Anbieter gebotenen Datenschutz. Und dieser bezieht sich normalerweise auf das Land, in dem die daran beteiligten Datenserver (Cloud) stationiert sind. Somit kann der Schutz der eigenen Daten mitunter recht dürftig vorhanden sein.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB's) werden meist ungelesen akzeptiert. 

Kaum jemand nimmt sich Zeit, diese trockenen, an Rechtsparagraphen erinnernde, endlos wirkende Textpassagen — zumindest stichprobenartig — zu überprüen...

Allgemeine Orientierungshilfe:
 » Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (Di)
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Zoom

Skype

  • Betreiber: Microsoft Corporation.